Was aus einer Begegnung alles entstehen kann

Was mit einem virtuellen Kaffee auf LinkedIn begann, führte mich drei Jahre später zur Buchhochzeit von „Gefühlsduselei“ nach Ronnenberg. Ich erzähle, wie aus der Begegnung mit Nathalie Juwan  zwei gemeinsame...

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Was aus einer Begegnung alles entstehen kann

Von „Rumphilosophiererei“ über „Gefühlsduselei“ bis „Fachsimpelei“

Manchmal entstehen die schönsten Geschichten aus Begegnungen, von denen man im ersten Moment noch gar nicht ahnt, wohin sie einmal führen werden.

Bei mir begann eine solche Geschichte vor ungefähr drei Jahren auf LinkedIn. Und am 25. September 2026 führte sie mich nach Ronnenberg bei Hannover – zum Buchlaunch von „Gefühlsduselei“, dem zweiten gemeinsamen Buchprojekt, an dem ich als Autorin und Künstlerin mitwirken durfte.

Aber von vorne.

Ein virtueller Kaffee mit Folgen

Meinen LinkedIn-Account habe ich schon seit über 15 Jahren. Wirklich aktiv war ich anfangs allerdings nicht lange. Erst vor ungefähr drei Jahren habe ich die Plattform wieder für mich entdeckt.

Eine der ersten Personen, die mir damals in meinem Feed begegneten, war die Künstlerin und German Design Award Gewinnerin 2024 Natalie Juwan. 

Ihre erfrischende Art hat mich sofort angesprochen. Also habe ich sie kurzerhand zu einem virtuellen Kaffee eingeladen.

Aus diesem Kaffee wurde ein ungefähr einstündiges Zoom-Gespräch. Wir sprachen über unsere beruflichen Ambitionen, über Kunst, unsere Ziele und Wünsche – und darüber, wie wir uns auf LinkedIn zeigen und miteinander vernetzen möchten.

Was ich damals noch nicht wusste: Aus diesem ersten Gespräch würde eine Verbindung entstehen, die uns über die folgenden Jahre begleiten sollte.

Wir blieben in Kontakt, verfolgten gegenseitig unsere Entwicklungen und tauschten uns immer wieder aus.

 

PhotoNatalie und ich beim Buchlaunch 

Von gesammelten Begriffen zum ersten Buch

Vor ungefähr zwei Jahren erzählte Nathalie von einer Idee, die sie schon länger beschäftigte.

Sie sammelt leidenschaftlich gerne Begriffe, besonders solche, über die man länger nachdenken kann. Irgendwann hatte sie begonnen, eigene Texte dazu zu schreiben. Doch sie merkte schnell, wie aufwendig es war, all diesen Gedanken allein Raum zu geben.

Warum also nicht andere Menschen einladen, ihre eigenen Sichtweisen und Geschichten beizutragen?

Vielleicht könnte daraus sogar ein Buch entstehen.

Ich muss gestehen: Im ersten Moment konnte ich mir noch gar nicht richtig vorstellen, selbst Teil eines solchen Buchprojekts zu werden.

Und dann habe ich doch relativ spontan zugesagt.

So entstand im vergangenen Jahr „Rumphilosophiererei“ – mein erstes gemeinsames Buchprojekt.

Mein Begriff war Metamorphose.

Ein Thema, das mich nicht nur persönlich, sondern vor allem in meiner Kunst beschäftigt: Veränderung. Die Prozesse, durch die wir im Laufe unseres Lebens gehen. Das, was uns prägt, was wir hinter uns lassen und was wir in eine neue Lebensphase mitnehmen.

Zu meinem Essay durfte ich auch eines meiner Kunstwerke beisteuern.

Cover „Rumphilosophierei“

 

 

 Mein Kunstwerk zum Essay „Metamorphose“


Und dann kam die „Gefühlsduselei“

Als das zweite Buchprojekt entstand, war für mich schnell klar, dass ich wieder dabei sein möchte.

Dieses zweite Buchprojekt haben Natalie und der Filmemacher Alex Dvito gemeinsam auf den Weg gebracht. Zwei kreative Menschen, die mit „Gefühlsduselei“ ganz unterschiedliche persönliche Perspektiven zusammengeführt haben – in Worten und Bildern.

 

Photo

Natalie und Alex beim Buchlaunch von „Gefühlsduselei“

 

Dieses Mal trägt das Buch den wunderbaren Titel „Gefühlsduselei“.

Mein eigener Text heißt „Beschützt“. Auch diesen Beitrag durfte ich mit einem meiner Werke begleiten.

Darüber hinaus sind zwei weitere Kunstwerke von mir im Buch zu finden: eines zum Begriff „Berührt“ und eines zum Begriff „Betrunken“.

Für „Betrunken“ habe ich sogar ein neues Werk geschaffen.

Das finde ich an diesen Buchprojekten so spannend: Ein einzelner Begriff kann bei hundert Menschen hundert unterschiedliche Gedanken auslösen. Jeder bringt seine Geschichte, seine Erfahrungen und seinen ganz eigenen Blick auf die Welt mit.

Und manchmal entsteht aus einem Wort nicht nur ein Text, sondern auch ein neues Bild.

 

Cover „Gefühlsduselei

 

 

Mein Werk zu „Berührt“

 

 

Mein Werk zu „Beschützt“

 

Das neu entstandene Werk zu „Betrunken“

 

Eine Buchhochzeit bei der Druckerei

Am 25. September 2026 war es dann endlich so weit.

Ich machte mich auf den Weg nach Ronnenberg bei Hannover, zur Druckerei Integrale, wo der Buchlaunch von „Gefühlsduselei“ stattfand.

Und dort durfte ich etwas erleben, das ich vorher selbst noch nie gesehen hatte: eine sogenannte Buchhochzeit.

Die Buchseiten waren bereits gedruckt und zu Buchblöcken gebunden. Wir konnten nun miterleben, wie auf der Buchstraße der letzte entscheidende Schritt erfolgte: Der Buchblock erhielt seinen Einband.

Aus den bedruckten und gebundenen Seiten wurde ein fertiges Buch.

Anschließend wurden die Exemplare noch in Folie eingeschweißt.

Es ist schon ein besonderer Moment, wenn man etwas, an dem so viele Menschen über einen längeren Zeitraum gearbeitet haben, plötzlich als fertiges Buch in den Händen hält.

Die eigenen Gedanken, die man irgendwann am Schreibtisch formuliert hat. Die Kunstwerke, die zuvor im Atelier entstanden sind. Und all die anderen Beiträge, von denen man bis dahin vielleicht nur einen kleinen Teil kannte.

Auf einmal ist alles zusammengeführt.

 

PhotoEinblick in die Druckerei und die Buchstraße

 

Die Buchhochzeit – der Moment, in dem der Buchblock seinen Einband erhält

 

PhotoNatalie mit dem allersten Buch

 

PhotoDie fertigen Bücher

 

Hundert Menschen, hundert Perspektiven

Besonders schön war für mich aber nicht nur die Entstehung des Buches, sondern das, was danach kam.

Viele der beteiligten Autorinnen und Autoren waren nach Ronnenberg gereist. Menschen, die sich teilweise bisher nur über LinkedIn, Zoom oder durch ihre Texte kannten, standen sich plötzlich persönlich gegenüber.

Es wurde erzählt, gelacht, signiert und natürlich auch über die jeweiligen Beiträge gesprochen.

Wir haben unsere Buchexemplare gegenseitig unterschrieben, Erinnerungen festgehalten und neue Kontakte geknüpft.

Und irgendwann ging der Buchlaunch in eine wunderbare Afterparty über – mit Lars und vielen Gesprächen, für die im Alltag wahrscheinlich wieder viel zu selten Zeit geblieben wäre.

Gemeinsames Foto der Autorinnen und Autoren

 

Photo

Signieren und Austausch

 

After-Party

Und irgendwann ging der Buchlaunch in eine wunderbare After-Party mit Lars Herrmeier über. Es wurde gelacht, gefeiert und natürlich noch lange weitergeredet.

Afterparty mit Lars Heermeier

 

Und auch mein Pinguin durfte an diesem Abend nicht fehlen – allerdings nicht auf einer Leinwand, sondern auf einer Weinflasche! 🐧🍷

Photo

Was es mit diesem ungewöhnlichen Wein und meinem Pinguin-Projekt auf sich hat, ist allerdings eine ganz eigene Geschichte. Wenn du neugierig geworden bist, schau gerne mal bei unserem Weingut vorbei.

 

Auf der Rückfahrt musste ich noch einmal daran denken, wie alles begonnen hatte.

Mit einem Beitrag in meinem LinkedIn-Feed.

Mit einer spontanen Einladung zu einem virtuellen Kaffee.

Und mit einer Idee, bei der ich zunächst überhaupt nicht wusste, ob ich mitmachen möchte.

Heute liegen zwei Bücher vor mir, in denen meine Texte und meine Kunstwerke ihren Platz gefunden haben. Und ich durfte Menschen persönlich begegnen, mit denen ich sonst vielleicht nie ins Gespräch gekommen wäre.

 

 

Für mich zeigt diese Geschichte, dass Sichtbarkeit nicht nur bedeutet, die eigene Arbeit zu präsentieren.

Es geht auch darum, offen für Begegnungen zu bleiben. Sich auf Ideen einzulassen. Manchmal einfach Ja zu sagen, obwohl man noch nicht weiß, was daraus entstehen wird.

Vielleicht ist das sogar eine Form von Metamorphose: Aus einer kleinen Begegnung entwickelt sich etwas, das man zu Beginn noch gar nicht sehen konnte.

Liebe Nathalie, danke für deine Idee und danke dir und Alex de Vito dafür, dass ihr Menschen zusammenbringt, die etwas zu erzählen haben. 

Und danke an alle, die diesen Tag in Ronnenberg zu einem so besonderen Erlebnis gemacht haben.

Ich freue mich sehr, ein Teil davon zu sein.


Und die Geschichte geht weiter …

Wer jetzt glaubt, dass mit „Gefühlsduselei“ Schluss ist, den muss ich enttäuschen. 😉

Das nächste Buchprojekt steht bereits in den Startlöchern: „Fachsimpelei“!

Nach „Rumphilosophiererei“ und „Gefühlsduselei“ darf ich auch beim dritten gemeinsamen Buch wieder mit dabei sein. Und natürlich wird meine Kunst auch diesmal eine Rolle spielen.

Mehr verrate ich noch nicht. Aber ich freue mich schon jetzt darauf, euch wieder ein Stück auf dieser Reise mitzunehmen.

Manchmal ist es wirklich erstaunlich, was aus einem einzigen virtuellen Kaffee entstehen kann.

Fortsetzung folgt … ⚜️

Das Foto zum kommenden Buch „Fachsimpelei“

 

Und jetzt bin ich neugierig: Ist aus einer zufälligen Begegnung bei dir auch schon einmal etwas entstanden, mit dem du überhaupt nicht gerechnet hättest?

Erzähl es mir gerne in den Kommentaren. Ich freue mich auf deine Geschichte!

Andrea Ramsel

IN ARTE VERITAS ⚜️

 

 


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Wenn du meinen Essay „Metamorphose“ aus „Rumphilosophiererei“ oder meinen Text „Beschützt“ aus „Gefühlsduselei“ lesen möchtest, schreib mir gerne eine E-Mail. Ich sende dir meinen jeweiligen Text als persönliche Leseausfertigung zu.

E-Mail: andrea-ramsel@outlook.com

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