Dieses Kunstwerk beinhaltet eine ganz besondere Magie.
„Ursprünglich veröffentlicht am … · aktualisiert im September 2026
Im Moment sitze ich hier am PC. Während ich diese Zeilen schreibe, fällt mein Blick immer wieder auf mein Mixed-Media-Ölgemälde „Moments of Magic“.
Ich kann gar nicht genau sagen, warum es diese Wirkung auf mich hat. Aber es zieht mich in seinen Bann. Es beruhigt mich und füllt mich gleichzeitig mit ungeheurer Energie. Ich bin glücklich, denn es ist so geworden, wie ich es malen wollte.
Verrückt, wo dieses Bild in meinem Kopf herkam.
Zuerst war da diese Vorstellung. Ich habe daraus eine digitale Version entwickelt und sie schließlich in ein reales Gemälde übersetzt – mit Collagen, Acryl- und Ölfarbe und Blattgold.
Alles an diesem Bild versetzt mich in meine Kindheit.
Erinnerungen kommen und geben mir ein wohliges Gefühl. Besuche im Zoo und auf der Kerwe mit meinen Eltern. Ich rieche die Zirkusluft und erinnere mich daran, wie ich mit meinen Großeltern im Parterre saß. Hoch zu Ross auf dem Karussell. Aber auch an die Blasen an meinen Füßen, weil ich als Kind am liebsten schwarze Lackschuhe getragen habe.
Es waren unbeschwerte Tage. Bunt und voller Zauber in meiner Erinnerung.
Tagträume. Wolken beobachten. Im frisch gemähten Gras wälzen – Mückenstiche inklusive. Es war Zeit für so vieles.
Von was träumten wir nicht alles? Wir spielten Spiele, taten so „als ob“. Alles war möglich.
Heute Trapezkünstlerin, morgen Tänzerin, übermorgen?
Wir lebten im Hier und Jetzt.
Irgendwann haben wir uns entschieden. Wir schauten in die Zukunft. Plötzlich ging es darum, was wir einmal werden und wovon wir leben wollten. Wir sind abgebogen, haben Entscheidungen getroffen und manches von dem, wovon wir einmal geträumt hatten, irgendwo am Wegesrand zurückgelassen.
Wenn ich heute auf „Moments of Magic“ schaue, sehe ich deshalb viel mehr als das, was darauf gemalt ist.
Ich sehe dieses Gefühl wieder, dass alles möglich sein kann.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum dieses Werk bis heute bei mir geblieben ist. Es hängt nicht bei mir, weil sich kein anderer Platz dafür gefunden hätte. Ich habe es behalten, weil es meines ist.
Heute, mit einigem Abstand, erkenne ich darin etwas, das sich durch meine Arbeit bis heute zieht: Mich interessiert nicht nur das Sichtbare. Mich interessiert das, was darunterliegt – Erinnerungen, Sehnsüchte, Entscheidungen und all die Dinge, die wir in uns tragen, obwohl man sie von außen nicht sehen kann.
Vielleicht war diese Linie schon viel früher da, als mir damals bewusst war.
Heute erkenne ich darin etwas, das sich wie eine goldene Linie durch meine Arbeit zieht.

